Wien, 8. Juni 2009, 19:00 – 21:00
Podiumsdialog „Fördern und Fordern von Visionen in Europa“
Zum 1. Club-Dialog des 5. Club-Jahres waren die Mentees der vergangenen Mentoring-Programme, Mitglieder, sowie deren Familien und Freunde Sponsoren als auch Kooperationspartner, Wegbegleitende des Club Alpbach Medica geladen.

Als Setting wurde bewußt der 20. Stock des Ringtowers der Wiener Städtischen Insurance Group gewählt mit Chance auf klaren Weitblick. Glaubt man ExpertInnen aus Wirtschaft, Finanzen und Wissenschaft, erwartet uns eine triste, traurige, graue Zukunft – Ohne Planung, ohne Strategie, geprägt von sozialen Unruhen, Gewalt – eine negative dunkle Abwärtsspirale.

Waren die Gäste eher der jungen Generation, Hoffnungstragende für die Zukunft, teils studierend, teils berufstätig, teils Schlüsselpersonen und bereits Entscheidungstragende angehörig, so soll während des 5. Club-Jahres der hierarchie- und generationsübergreifende Dialog gefördert werden. Bei der Abschlußveranstaltung im Juni 2010 sollen die Gäste ein buntes, farbenfrohes, frisches Blütenmeer unterschiedlichster Bereiche, Hierarchien und Generationen verstärkt mit Sponsoren und Kooperationspartnern als auch bisherigen Dialog-PartnerInnen geführt werden – als Kontrapunkt und helle Aufwärtsspirale in Gesundheits- und Sozialsysteme mit Zukunft in Europas Regionen für Generationen mit Perspektiven.

Erhielten die Mentees des Mentoring-Programms 2009/10 eine kurze, persönliche Einführung zum Club Alpbach Medica und dessen Mentoring-Programm, so ging es darum im Rahmen des Podiums-Dialogs, unmittelbar erlebbar und spürbar zu machen, worum es geht. Expertinnen und Experten zu den 3 Club-Säulen gaben Impulse – Botschaften, die wirklich Nahrung gaben.

Mag. Otto Neubauer, Institut für Evangelisation, und Dr. Ayse Basibüyük, Wissenschaftlerin, Ärztin, Politologin und Mitglied von YSA & MJÖ, legten ihren religiösen wie kulturellen Zugang zu einem vereinten Europa und Menschen mit Visionen dafür dar, deren Motor sich einzusetzen und Visionen voran zu treiben. Kultur, Religion, Traditionen als auch Gesetzeslage haben einen wesentlichen Einfluß darauf, wie Gesundheits- und Sozialsysteme genützt werden, wie Gesundheit & Krankheit erlebt und gelebt werden können.

Dr. Werner Kerschbaum, Stv.Gensek. des Österreichischen Roten Kreuzes und Marijana Grandits, Organisatorin des 18. Welt-Aids-Kongress in Wien 2010, führten die stinnstiftende und vielerlei Nutzen bringende Bedeutung von Engagement an – auf organisatorischer als auch persönlicher Ebene, freiwillig aber auch bezahlt. Denn eins stellte sich volkswirtschaftlich klar heraus – ohne Engagement stünden viele Räder im Gesundheits- und Sozialsystem still, Gesundheits- als auch Sozialversorgung, Retten von Leben wäre gefährdet. Als wichtiger Motor von Engagement zeigt sich die eigene Betroffenheit von Themen. Durch das Bearbeiten und Lösen für die persönliche Situation entsteht erst der Mehrwert für die Gesellschaft und andere Mitbetroffenen.

Als Schlüssel zum Erfolg führten die Dialog-Partner den Dialog an, um in Respekt und Würde die jeweiligen Positionen in aller Offenheit darzulegen, zuzuhören, wahr zu nehmen als Basis für den Austausch von Perspektiven und das Entwickeln von gemeinsamen Sichtweisen. „Was“ eine Person sagt, deren konkrete Inhalte sollte relevanter sein, denn „wer“. Ronny Hollenstein, Geschäftsführer der ic2 concepts & training, leitet seit 4 Jahren die Mentees des Club Alpbach Medica in Workshop-Trainings an und unterstützt sie bei der Moderation von wissenschaftlichen Veranstaltungen. Er führte die Erfolgsfaktoren für gelungene Dialoge an unter anderem Zuhören als eine wesentliche Basis für das achtsame Wahrnehmen der Perspektive der Dialog-PartnerInnen. Er unterstützte den Bedarf an mehr Dialogen, einer entsprechenden Dialog-Kultur, um von den Visionen hin zu Umsetzung zu gelangen und so Europa auch tatsächlich zu beseelen mit gemeinsam entwickelten Visionen, Perspektiven auf dem Weg zur Realisierung.

Dr. Lucia Ucsnik, MAS , Präsidentin